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FRÜHLINGTOUR ENTLANG DES INDUSTRIEKULTURPFADS FINOWKANAL (AUSGEBUCHT!)

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Der Frühlingsauftakt findet in diesem Jahr im schönen Barnimer Land statt. Obwohl ich schon so lange in Brandenburg Radausflüge mache, blieb der Radweg entlang des Finowkanals lange unentdeckt. Letzten Sommer katapultierte sich der am Wasser liegende Treidelweg sofort an die Spitze meiner Lieblingsradwege.

Startpunkt unserer geschichtsträchtigen Frühlingstour ist Bernau im Berliner Norden. Wir folgen gemütlich dem Berlin-Usedom Radweg nordwärts durch das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken, ein von Laubmischwäldern, Feuchtwiesen und Mooren geprägtes Naturgebiet. Highlights auf diesem Streckenabschnitt sind der Kaiser-Friedrich-Turm sowie die Wehrmühle Biesenthal. Danach erreichen wir den Finowkanal, die älteste befahrbare künstliche Wasserstraße Deutschlands. Der preußische König Friedrich II. ließ den 42 Kilometer langen Kanal bauen, auf dem 1746 das erste Schiff 100 t Salz transportierte. Damals wurden die Kähne per Muskelkraft und Pferdestärke „getreidelt“.  Entlang des Treidelwegs befinden sich viele Fabrikkomplexe, denkmalgeschützte handbetriebene Schleusen und heutige Industriedenkmäler.

Erster historischer Anlaufpunkt ist der Wasserturm des Messingwerkes und die dazugehörige Messingsiedlung, eine der ältesten industriellen Siedlungen der Mark Brandenburg. In den 30er Jahren gehörte das Werk zu den größten und leistungsfähigsten in ganz Europa. Ein weiterer Industriegigant ist das alte Kraftwerk Hegemühle, welches früher ganz Brandenburg elektrifizierte. Leider darf es nicht mehr betreten werden, aber wir haben vom Radweg einen schönen Blick auf die damals sehr ungewöhnliche Steifrahmenkonstruktion. Kurz bevor wie den Bahnhof Eberswalde erreichen, warten noch weitere spannende Denkmäler auf uns. Die Papierfarbrik in Wolfswinkel mit ihrem wunderschönen Wasserturm prägte 265 Jahre die Industrielandschaft der Region maßgeblich mit. Auch zu DDR Zeiten wurde hier in einzigartiger Weise Qualitätspapier geschöpft, welches sogar an die Queen geliefert wurde. Auch die nahe stehende Borsighalle fällt ins Auge. Die gewaltige stützenfreie Rundbogenhalle gehörte früher einmal zum Areal der Eisenspalterei und steht seit 2014  auf der Liste national wertvoller Kulturdenkmäler. Sie dient in ihrer Art als Vorbild für große Bahnhofs- und Ausstellungshallen in ganz Europa, wie z.B. dem Bahnhof Berlin-Alexanderplatz.  Wenn wir Lust haben, können wir noch in der “Waldstadt” Eberwalde auf eine kleine Entdeckungstour gehen. Danach geht es mit der Bahn nach Berlin zurück.

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Abfahrt S Gesundbrunnen nach S Bernau (Fahrtzeit: 0:32h)

Rückfahrt  S Eberswalde nach Berlin Gesundbrunnen (Fahrtzeit:0:28h)

Streckenlänge 40 km ( Level: mittel)

Fahrtkosten Hinfahrt: Berlin ABC, Rückfahrt: 5,70€ + 3,30€ Fahrrad (mit Bahncard 4,20€ + 3,30€ Fahrrad)  

Welches Fahrrad eignet sich für alle  Räder geeignet

Plätze  6 (Die Tour ist leider ausgebucht! Wenn Du Dich auf die Warteliste setzen lassen möchtest, schick mir gerne eine Mail)

Diese Tour ist perfekt für:

Fans von Lost Places & Industriegeschichte - Kulturliebhaber - Nostalgiker - 

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